4hufeimglueck | Tierschutz in Irland
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Tierschutz in Irland

Irish Cob

Irish Cob

Irland ist immer etwas diesig und regnerisch – sagt man. Aber dieser feine und stätige Nieselregen ist auch der Grund für die vielen unterschiedlichen und wunderschönen Grüntöne, die man auf der Insel erleben kann. Die Iren sind ein lustiges und robustes Volk – sagt man. Wenn man über die Insel fährt, kann man viele, viele Regenbögen sehen, das wunderschöne Ergebnis des Wechsels zwischen Sonne und Regen. Irland hat einmalige Naturlandschaften, die man unbedingt einmal im Leben gesehen haben muss, aber was wir Tierschützer sehen, hat leider nicht viel mit dieser idyllischen Vorstellung zu tun. Man kann die Natur nicht genießen, wenn man an all die Pferde, Ponys und Esel denkt, die ungeachtet ihres Alters oder ihrer körperlichen Konstitution ungeschützt auf der Straße leben müssen. Rund 20.000 frei lebende Vierhufer soll es auf der Insel geben! Ausgesetzt! Weggeworfen! Sich selbst überlassen!  Werden Pferde nicht mehr gebraucht, schmeißt man sie einfach auf die Straße, oder verkauft sie an dubiose Viehhändler, die die Tiere nach einem eh schon langen Leidensweg zu Wurst verarbeiten. Häufig sind diese ausgesetzten Tiere, die sich leider auch noch unkontrolliert vermehren, Opfer der Wirtschaftskrise in Irland. Ausgehungerte und kranke Pferde, Ponys und Esel trifft man auf den Touren über die Insel oder auf einem der vielen Viehmärkte an und man kann kaum sagen, was schlimmer ist. Stuten mit ihren Fohlen, die schon mit dem nächsten Fohlen trächtig sind und entweder auf der Suche nach Futter und/oder auf der Flucht. Aber auf der Flucht vor wem? Vor dem Menschen! Ein allgemein bekannter und grausamer Freizeitsport sind die Wettrennen, die Jugendliche mit den wild lebenden Pferden machen. Sie fangen Sie ein, reißen ihnen ein Stück Eisen oder Seil ins Maul und reiten – immer wild auf die Pferde einschlagend – so lange Rennen gegeneinander, bis einer gewinnt, oder ein eh schon ausgemergeltes Tier erschöpft zusammen bricht. Der Zustand der Tiere ist ihnen egal, ebenso das Alter – kann ein Pferd nicht mehr, kommt das nächste dran. Werden die Pferde von der Behörde eingefangen, dann kommen sie in den Pound, ein „Tierheim“, welches man mit den Tötungsstationen für Hunde in Südeuropa vergleichen kann. Wird nach einer gewissen Zeit kein Halter ermittelt, werden sie eingeschläfert, damit Platz für neue Pferde ist. Wenn sie Glück haben, holen Tierschützer sie aus diesen „Tierheimen“ raus und päppeln sie liebevoll auf. Sind sie dann wieder stabil, können sie in ihr neues Zuhause reisen. Wundersamer Weise sind die meisten von ihnen sehr dankbar und legen ihr Vertrauen sofort in die Hände der Zweibeiner. Kaum ein Pferd ist krankhaft verstört und wenn doch, bekommt man auch bei ihnen mit Geduld und Ruhe nach einiger Zeit einen treuen Begleiter. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht hier zu helfen, indem wir den armen Tieren zu einem schönen Zuhause in Deutschland zu verhelfen!